unterwegs in der grünen Lunge der Erde - dem Amazonas.

kleines interview

Iquitos, Nautas, Loreto Region in Peru.

Ich besuchte den Amazonas im Norden von Peru und meine Freundin hatte am Schluss der Reise die Gelegenheit unseren indigenen Guide auf spanisch zu interviewen. Mache dir ein kurzes Bild und höre rein. Hier spricht unser Guide von der Schönheit des Amazonas und deren Herausforderung in seiner indigenen Gemeinschaft, die Kukamas.

Hör mal zu.

Schließe die Augen, atme tief in deinen Körper und lausche dem Dschungel

Bericht: Naturweisheiten indigener Völker – sie machen nur 5 % der Weltbevölkerung –
schützen rund 80 % der weltweiten Artenvielfalt. Sie tun das nicht mit KI.
Sondern durch eine Lebensweise in Verbindung mit den natürlichen Rhythmen.
Sie sind Natur – nicht nur biologisch, sondern auch spirituell.
Sie leben eine Intelligenz, die tief verankert ist im Leben selbst:
eine natürliche Intelligenz,
die auf Verbindung, Achtsamkeit und zyklischem Denken beruht – statt auf Kontrolle, Wachstum und reinem Verstand.

Insbesondere indigene Frauen tragen dieses Wissen:
über Heilpflanzen, Energien, Böden, Zyklen.
Sie sind Hüterinnen von Medizin – und von Gemeinschaft.
Doch sie leiden – wie so oft – doppelt unter den Ungerechtigkeiten: als Indigene – und als Frauen.
Sie verlieren ihr Land, ihre Rechte, ihre Stimme.

Wir müssen eines begreifen:
Die Erde braucht keine Ausbeutung.
Und auch keine Rettung von Menschen,
die glauben, sie besser zu verstehen als jene,
die seit Jahrhunderten mit ihr leben.
Sie braucht Ruhe. Schutz. Respekt.
Und die Weisheit der Menschen vor Ort.

Wir haben über Jahrhunderte Raubbau betrieben –
an Mutter Erde und an der Frau.
Beide wurden ausgebeutet, kontrolliert, zum Objekt gemacht.
Doch in beiden liegt die größte schöpferische Kraft:
Intuition, Heilung, Leben selbst.
Und genau diese Kraft braucht heute Raum,
wenn wir als Menschheit weitergehen wollen –
verbunden, gerecht, im Einklang.

Wer heute in Umweltschutz investieren will,
kommt an indigener Weisheit und gelebter Naturspiritualität nicht vorbei.
Klimagerechtigkeit braucht indigene Gerechtigkeit.
Und wenn wir die richtigen Menschen unterstützen,
unterstützen wir nicht nur sie –
sondern unsere globale, gemeinsame Zukunft.