Raubbau, Dekolonialisierung & Ökofeminismus

“Ausbeutung von Land und Körper”.

Wo beuten wir (uns) selbst aus?

#Dekolonisierung #Patriachart #Naturrechte #Frauenermächtigung #Ökofeminismus #Matriachart

Dekolonisierung und Ökofeminismus verbinden die Ausbeutung von Land und Körpern als parallele Formen patriarchaler und kolonialer Herrschaft. Ökofeminismus sieht die Unterdrückung von Frauen und Natur also als gleich ursprünglich an: Beide werden als Ressourcen ausgebeutet.

Das Patriarchat dominiert Frauen und Erde.

Was gibt es für Lösungsansätze?

Dekolonisierung wird im Ökofeminismus als feministischer Akt verstanden. Beispielsweise betont matriarchales Wissen indigener Kulturen, wie bei einigen Amazonas-Völkern, ein Mutterrecht und Land als lebendiges Wesen, das Gerechtigkeit leitet. Matriarchale Praktiken im Einklang mit Natur und Mutter Erde werden gelebt. Übrigens geht es bei einer matriarchalen Herangehensweise nicht um Machtübernahme von Frauen und Unterdrückung, sondern um eine ausgewogene Verteilung von Macht und Verantwortung, die auf mütterlichen Werten wie Fürsorge und Friedenssicherung, die allen Menschen zugutekommt, basiert!

Wahre Dekolonisierung beginnt innen – mit tiefer Selbstreflexion, Liebe und Heilung des internalisierten Patriarchats, statt nur äußeren Kampf. In Frauenrechtsorganisationen tobt oft „Krieg untereinander“, weil koloniale Muster (Rivalität, Hierarchie, Weiße-Zentrierung) unbewusst reproduziert werden. Es gibt indigene Völker, insbesondere ihre Frauen, die diesen Weg zeigen: Respekt, Gegenseitigkeit und spirituelle Fürsorge statt Hass. Patriarchat sitzt tief: Wettbewerb, Kontrolle, Scham – kolonial internalisiert, auch bei Frauen. Audre Lorde: „Das Herrenhaus wird nicht mit den Werkzeugen des Meisters abgerissen.“ Dekolonisierung heilt das: Erkenne Hass als Projektion eigener Wunden, nicht als Stärke. In Ökofeminismus: Wie Natur regeneriert, heilt Weiblichkeit durch Liebe – nicht Schreien.

Selbstreflexion statt Selbstausbeutung als Schlüssel

  • Tägliche Praxis: Journaling: „Wo handle ich patriarchal?“ (z. B. Kritik und Hetze statt Unterstützung, Machtdynamiken hinterfragen)

  • Liebe kultivieren: Selbstmitgefühl-Übungen, um Mitgefühl mit anderen zu erweitern.

  • Innere Arbeit: Patriarchat in dir konfrontieren (“Schatten” sehen und integrieren; Naturreflexionsübungen).

  • Kreise der Verantwortung: Z.B. Reflexionsrunden, auch in Meetings.

Von Hass zu Miteinander

Aktivismus ohne Heilung reproduziert Gewalt: „Wir sind rassistisch, sexistisch sozialisiert“ – dekoloniale Fonds wie Calala fordern Reflexion in Teams. Indigene Weisheiten sagen: „Respekt, Fürsorge, Liebe durch Lieder und Rituale”, Amazonas-Frauen z.B. heilen Kolonialtrauma kollektiv.

Die Natur spiegelt uns so vieles - das weiß nicht nur ich aus meiner Erfahrung in meinen Naturcoachings und meinen längeren Aufenthalten alleine im Wald. In diesem Blogbeitrag geht es mir um die Ausbeutungen die Erde weltweit und die Spiegelung der Ausbeutung von Menschen, insbesondere der weiblichen Werte und Frauen.

Denn zwei Dinge haben alle Menschen gemeinsam: Wir leben alle auf dem Planeten Erde; wir wurden alle von einer Frau geboren.

Ausbeutungen von Mutter Erde:

Die Erde, unser Zuhause, wird tagtäglich von Menschen ausgebeutet – und das in einem Maß, das die natürlichen Ressourcen übersteigt. Ausbeutung ist ein Begriff, der untrennbar mit den Themen Gier, Macht und der ungebremsten Jagd nach Wirtschaftswachstum verbunden ist. Die Verbindung von Profitstreben und zerstörerischem Handeln zeigt sich in fast allen Bereichen unseres Lebens. Sei es die Umweltverschmutzung, die Zerstörung von Lebensräumen, die rücksichtslose Ausgrabung von wertvollen Mineralien. Die Auswirkungen sind erschütternd und betreffen uns alle. Denn wir alle leben auf der Erde. Ein paar aktuelle Fakten zur Ausbeutung:

  • Ressourcenverbrauch: Weltweit wird die Erde derzeit so ausgebeutet, dass wir mehr Ressourcen verbrauchen, als unser Planet regenerieren kann. Laut dem Global Footprint Network leben wir seit den 1970er Jahren bereits „auf Pump“: Wir verbrauchen jährlich mehr natürliche Ressourcen, als die Erde in einem Jahr erneuern kann. Das führt zu einem stetigen Rückgang der natürlichen Lebensgrundlagen.

  • Klimawandel: Der Klimawandel ist das unbestreitbare Resultat der Ausbeutung fossiler Brennstoffe wie Kohle, Öl und Gas, die zu unvorstellbaren Mengen an Treibhausgasen in der Atmosphäre führen. Diese Emissionen tragen zu globaler Erwärmung und Wetterextremen bei, die sowohl die Umwelt als auch die Menschen direkt betreffen.

  • Biodiversität: Der Verlust von Biodiversität geht einher mit einer massiven Zerstörung von Lebensräumen, etwa durch die Abholzung von Wäldern, die industrielle Landwirtschaft oder den Abbau von Rohstoffen. Bis zu einer Million Arten von Pflanzen und Tieren sind weltweit vom Aussterben bedroht, was die Stabilität und die Widerstandsfähigkeit von Ökosystemen gefährdet.

Ein konkretes Beispiel: Der Amazonas

Einer der größten und bekanntesten Fälle von Umweltzerstörung ist der Amazonas-Regenwald. Der Amazonas, auch „Lunge der Erde“ genannt, spielt eine zentrale Rolle im globalen Klimasystem. Er produziert etwa 20% des weltweiten Sauerstoffs und speichert riesige Mengen an Kohlenstoff. Doch dieser wertvolle Lebensraum wird systematisch zerstört.Die Hauptursachen für die Zerstörung des Amazonas sind illegale Abholzung, die Ausweitung von Landwirtschaft und Viehzucht sowie der Abbau von Rohstoffen wie Gold und Erdöl. Dies führt nicht nur zu einem Verlust an Biodiversität und Kohlenstoffspeicherung, sondern auch zu einem signifikanten Anstieg der CO2-Emissionen. Laut den letzten Berichten der brasilianischen Regierung ist die Abholzung des Amazonas in den letzten Jahren dramatisch angestiegen. 2021 verzeichnete Brasilien einen Anstieg von 22% bei der Zerstörung des Regenwaldes im Vergleich zum Vorjahr. Diese Entwicklung steht im direkten Zusammenhang mit einer Politik, die den Ausbau von Agrarflächen und den Abbau von natürlichen Ressourcen als Priorität setzt – oft auf Kosten der indigene Bevölkerung und der Umwelt.

Ein weiteres Beispiel für die Ausbeutung der Erde ist die Förderung von Erdöl. Der Abbau und die Nutzung von Erdöl haben die geopolitischen Machtverhältnisse und die weltwirtschaftliche Struktur maßgeblich beeinflusst. Doch der Preis für diese Ressourcen ist hoch: Erdöl ist eine der Hauptursachen für Umweltverschmutzung, durch Ölkatastrophen, die Zerstörung von Ökosystemen und die Freisetzung von Treibhausgasen. Der Abbau von Erdöl geht oft einher mit der Zerstörung von Regenwäldern und anderen sensiblen Ökosystemen, wie zum Beispiel in der Region um das Amazonastiefland oder in der arktischen Region. Ein besonders erschütterndes Beispiel für die Auswirkungen der Ölindustrie findet sich in den Ländern des Globalen Südens, wo die Bevölkerung oft den Preis für diese Ressourcen ausbaden muss. In Nigeria beispielsweise ist die Ölindustrie seit Jahrzehnten für die Kontamination von Böden, Gewässern und die Vernichtung von Lebensgrundlagen verantwortlich. Tausende von Öllecks und -verschmutzungen haben das Land in eine Umweltkrise gestürzt, ohne dass die lokale Bevölkerung von den Profiten profitiert.

Ausbeutungen von weiblichen Werten und Frauen:

Wir sehen zudem massive Menschenrechtsverletzungen, massives Ego-Verhalten auch in der politischen Ebene, Ungerechtigkeiten und Kriege.

Wo sind die weiblichen Werte als Ausgleich vergraben? Die weiblichen Werte die in allen Menschen stecken: Soziales, Gemeinschaftsleben, zyklisches Leben, die Intuition und Empathie, die Verbindungen und die Kräfte in uns wie sie uns auch die Naturgewalten aufzeigen, aber auch die Akzeptanz der Vielfalt.

Von Menschenrechtsverletzungen sind insbesondere Frauen betroffen. Ebenso Indigene, die sich seit Jahrtausenden nicht nur um das Land und Biodiversität kümmern, sondern auch das alte Wissen im Einklang mit der Natur hüten.

Wenn wir uns nun gegen das Patriachart stemmen, in dem wir leben, bleibt also noch die Frage, wo wir in uns das Patriachart weiterleben, uns selbst ausbeuten und auch den Kolonialismus weiter in uns tragen.

Was kannst du für dich selbst tun?

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